Hirn & Heinrich - Unser Gedächtnis: Vom Erinnern und Vergessen

Warum hilft uns der berühmte Knoten im Taschentuch als Gedächtnisstütze? Ab wann ist Vergesslichkeit eigentlich eine Erkrankung? Diese und andere Fragen rund um unser Gedächtnis bespricht Moderatorin Sabine Heinrich mit dem Hirn- und Demenzforscher Prof. Emrah Düzel. Der Neurologe ist Sprecher des DZNE-Standorts Magdeburg, Leiter der dortigen klinischen Forschung und Direktor des IKND. Im Gespräch erklärt Düzel, wo sich in unserem Hirn das Gedächtnis befindet und wie Gedächtnisinhalte dort gespeichert und gefestigt werden. Er erläutert den wichtigen Unterschied zwischen episodischen und semantischen Gedächtnis: Das episodische Gedächtnis bezieht sich auf erlebte, einmalige und mit Emotionen verbundene Ereignisse. Bei Alzheimer ist es bereits sehr früh betroffen. Das semantische Gedächtnis hingegen speichert durch Wiederholung erlerntes Faktenwissen. Mehr zum Erinnern und Vergessen erfahren Sie im Podcast.

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Das Gehirn ist ein ungeheuer komplexes Organ, und entsprechend komplex sind auch Krankheiten wie Alzheimer und andere Formen von Demenz, aber auch Parkinson, ALS und andere. Gemeinsames Merkmal dieser Erkrankungen ist, dass sie Nervenzellen schädigen und zerstören – und das bislang irreversibel. Am DZNE, dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, geht man diesem Problem mit modernsten Forschungsmethoden auf den Grund. Aber wo steht die Forschung aktuell? Welche Krankheitsmechanismen und –Ursachen sind bekannt? Welche Hoffnung versprechen Medikamente, und was kann man heute schon tun, um Krankheitsrisiken zu senken oder um die Lebensqualität von Patienten und Angehörigen zu verbessern? Diese Fragen stellt Sabine Heinrich an Betroffene und international führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DZNE.